Selbstreflektion: 30 Briefe an 30 besondere Personen

Vor wenigen Wochen feierte ich meinen 30. Geburtstag. Ja, 30… ich kann es selbst kaum glauben. Wo ist denn bitte die Zeit hin? Nichtsdestotrotz musste ich feststellen, dass der 30. Geburtstag doch kein anderer ist, als all die Geburtstage davor. Er tut weder weh, noch macht er dass man sich besser oder schlechter fühlt. Er macht nur ein Jährchen älter. Aber Alter ist nur eine Zahl und hat nichts damit zu tun, wie man sich tatsächlich fühlt.

Ich habe meinen 30. Geburtstag trotzdem zum Anlass genommen auf meine jungen 30 Jahre zurückzublicken und für mich zu reflektieren, was alles in den letzten Jahren passiert ist, welche Lebensphasen ich bereits hinter mich bringen konnte und welche Menschen mich geprägt und zu der gemacht haben, die ich heute bin. Meine Gedanken und Erkenntnisse verpackte ich in 30 Briefe, die an 30 besondere Personen gerichtet sind.

Die Idee…

stammt von einer lieben ehemaligen Kollegin (Danke dir an dieser Stelle!), die diese Aktion zu ihrem 30er durchgeführt hat und ich fühlte mich mega geehrt, dass auch ich damals einen Brief bekommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich, dass das auch eine nette Idee für meinen 30er sein könnte und here we go…

Reflexion

Zu allererst habe ich mir eine Liste erstellt, in der ich die Personen festgehalten habe, die für mich einen besondern Stellenwert im Leben haben oder hatten. Dazu zählten auch Personen, mit denen ich vielleicht auch die ein oder ander negative Erfahrung verbinde, denn natürlich prägen auch genau diese Erlebnisse.

Unter den „Auserwählten“ befanden sich Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde, Exfreunde, Bekannte, (ehemalige) Arbeitskolleginnen und Kollegen, Menschen, die jetzt noch einen sehr wichtigen Stellenfaktor bei mir einnehmen, als auch Menschen, die so gut wie war nicht mehr in meinem Leben vorkommen, die man aus den Augen verloren hat, oder sich einfach entfremdet hat.

Die Umsetzung

30 Briefe an 30 besondere Personen Aktion

Ich begann einfach drauflos zu schreiben, ohne Skizze, ohne Vorschreiben, einfach raus mit den Gedanken. Bereits bei den ersten Briefen flossen die Tränen. 🙂 Aber das war gut so…

Von Anfang an war mir klar, dass ich diese Aktion in erster Linie für mich durchführe. Auch beschloss ich nicht alle Briefe zu versenden. Wie erwähnt standen auch einige Menschen auf meiner Liste, zu denen so gut wie gar kein Kontakt mehr besteht und das meist nicht ohne Grund.

Es war also nicht das Ziel der Aktion hier wieder Kontakt anzubahnen. Mehr war es das Ziel für mich Klarheit zu schaffen, zu reflektieren und vielleicht auch Gedanken auf Papier zu bringen, die man zuvor nie aussprechen oder anbringen konnte oder wollte.

Schlussendlich brauchte ich viel länger für die Umsetzung als damals eingerechnet. Ich sitze noch immer an den letzten Briefen, habe aber beschlossen mir da den Stress etwas rauszunehmen, denn diese Aktion ist keine Challenge, ich bin niemandem Rechenschaft schuldig und ich mach das ja für mich. 🙂

Es ist unheimlich schön und tut gut sich mit allem auseinanderzusetzen, was einem so untergekommen ist in den letzten Jahren.

… sich für schöne Momente zu bedanken, aber auch für nicht so schöne Momente, denn fast immer hatten auch diese rückblickend irgendetwas Gutes

… sich zu bedanken für Erfahrungen, die einem weitergebracht und geprägt haben

… zu reflektieren welch tolle Menschen einem begleiten oder begleitet haben

 

30 Briefe an 30 besondere Personen

Briefe schreiben

Wäre diese Aktion auch etwas für dich? Auch das Jahresende eignet sich meiner Meinung nach perfekt um das vergangene Jahr oder die letzten Jahre zu reflektieren. Es müssen natürlich auch nicht gleich 30 Briefe sein, oft reicht es mal mit einem zu beginnen.

 

Welche Menschen haben einen besonderen Stellenwert in deinem Leben?

Welche Erfahrungen waren wichtig für dich?

Was hat dich weitergebracht, was vielleicht blockiert und welche Learning ziehst du aus diesen Erlebnissen?

 

Ich freue mich auf dein Feedback!

 

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