Wiener Kaffeehauskultur – Warum auch du jetzt wieder öfter ins Kaffeehaus gehen solltest!

Die aktuelle Corona-Krise geht wohl an fast niemandem spurlos vorüber. Nach zwei Monaten Shutdown und durch das anhaltende Ausbleiben von rund 40-50% der Gäste kämpfen die Wiener Kaffeehäuser um ihre Existenz. Die Fachgruppe Kaffeehäuser der Wiener Wirtschaftskammer startete daher nun eine Kampagne zur Rettung der Betriebe und ruft alle auf: „Geht’s mal wieder auf einen Kaffee, oder zwei!“ Zum Start der Kampagne durften wir mit einer Fremdenführerin ausgewählte Kaffeehäuser in Wien besuchen und deren Geschichte lauschen.

Wiener Kaffeehauskultur

Wusstest du, dass das erste Wiener Kaffeehaus bereits 1683, also vor über 335 Jahren, eröffnet hat? Seitdem haben sich über 2200 Kaffeehäuser, -restaurants und -konditoreien in Wien angesiedelt. Die Wiener Kaffeehausbetriebe sind weltberühmt. Es ist quasi ein fixer Programmpunkt für Touristen ein Wiener Kaffeehaus zu besuchen. Dort konsumiert man dann ganz klassisch Sachertorte, Apfelstrudel und eine Melange. #ehkloar! Seit Ende 2011 ist die Wiener Kaffeehauskultur übrigens als „typisch gesellschaftliche Praxis“ in das Verzeichnis des nationalen immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Das sagt ja schon alles aus, oder?

„Ein Kaffee kann den Tag retten, zwei das Kaffeehaus!“

Über die Jahrhunderte erlebten die Kaffeehäuser bestimmt zahlreiche Auf und Ab’s. Auch die aktuelle Situation stellt die Betriebe vor eine Herausforderung. Nach dem zweimonatigen Shutdown hat sich das Ausgehverhalten der Menschen verändert. Viele sitzen noch im Homeoffice, gehen weniger aus, Meetings werden online abgehalten statt – wie sonst oft üblich – im Kaffeehaus, internationale Gäste bleiben komplett aus. Das führt zu Gästeeinbußen von bis zu 50%. Was das für den Umsatz der Betriebe bedeutet, brauche ich glaube ich nicht näher erläutern. Eine neue Kampagne soll die Menschen nun motivieren ihr Lieblingskaffee wieder öfter aufzusuchen. Unterstützung holt man sich bei österreichischen Promis wie u.a. Josef Hader, Adele Neuhauser oder Michael Ostrowski. Insgesamt wurden sieben kurze Videoclips produziert, die auf die aktuelle Thematik aufmerksam machen. Meinen Favorit findest du hier:

Josef Hader und Thomas Maurer retten das Wiener Kaffeehaus. Unbedingt reinschauen! 🙂 Sehr wienerisch

– I, like!

Neues Lieblingskaffee gesucht? 

Zum Kampagnenstart durften wir einen halben Tag lang mit einer Fremdenführerin Kaffeehäuser und deren Geschichte entdecken. Falls du auf der Suche nach einem (neuen) Lieblingskaffee bist, habe ich hier meine Favorites für dich.

  • Allergiker Café

Allergiker Cafe

Hier darf (und kann!) jeder mal schwach werden die schmackhaften Köstlichkeiten vor Ort sind absolut frei von Soja, Gluten, Laktose, Nüssen, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern. Zudem gibt es auch Produkte, die Fruktose- oder Histaminarm, ohne Ei und/oder ohne Milch, sind. Die süßen Speisen haben alle ganz spezielle kreative Namen. Schnapp dir also dein Lieblingscoffeedate und gönn dir einen Willi (Punschkuchen) oder eine Amanda (BeerenCrumble-Kuchen). Betrieben wird das nette Kaffee übrigens von Frau Rothaupt und ihren beiden Töchtern. Mega!

Wiedner Hauptstraße 35

1040 Wien

www.allergikercafe.at

  • Café Frauenhuber

Cafe Frauenhuber

Eines der ältesten Kaffees in Wien ist das Café Frauenhuber. Man kann es erstmals 1824 verzeichnen, als es noch beim Fleischmarkt angesiedelt war. Frauenhuber heißt es allerdings erst seit 1891. Heute findet man es in der Himmelpfortgasse im 1. Bezirk ganz zentral und ein bisschen unscheinbar aber mit einer gehörigen Portion an dem für ein Wiener Traditionskaffeehaus so typischen Flair. Hier bestellt man sich klassisch einen Apfelstrudel alt-wienerisch und eine Wiener Melange.

Himmelpfortgasse 6

1010 Wien

www.cafefrauenhuber.at

 

  • Carl Ludwig Cafe

Carl Ludwig Cafe

Von außen völlig unscheinbar, innen eine wahre Perle und ein schöner Rückzugsort, falls man mal in Ruhe arbeiten oder einfach nur seinen Kaffee genießen möchte. Der absolute Wahnsinn ist der Gastgarten im Innenhof mit Blick auf das Palais Erzherzog Carl Ludwig, das dem Kaffee – wer hätte es geahnt – auch den Namen gab.

Carl Ludwig Café Gastgarten
Dieser Innenhof ist eine wahre Perle.

Geheimtipp: Hier gibt es das begehrte und hochgepriesene Brot der Bäckerei Öfferl.

Chef Xavier Comas ist auch der Head Barista im Café und verschreibt dir den für dich passenden Kaffee. Top und mega sympathisch! Ich will ja den Standort fast schon nicht teilen :P.

Favoritenstraße 7

1040 Wien

www.carlludwig.cafe

 

Weitere Kaffeehäuser, die du dir unbedingt einmal anschauen solltest:

  • Schönbergers Caffè Bar, 1040 Wien
  • Café Museum, 1010 Wien
  • Café Goldegg, 1040 Wien

 

Rettet auch dir manchmal Kaffee (vor allem der erste gleich am Morgen) den Tag? Dann denke daran: ein Kaffee kann den Tag retten, zwei vielleicht das Kaffeehaus und besuche bei Zeit wieder dein Lieblingskaffeehaus. Und falls du noch keines hast, mit rund 2200 Betrieben hat Wien eine riesige Auswahl, da ist für jeden etwas dabei!

Hast du ein Lieblingskaffee?

Dann bin ich schon neugierig welches und freue mich auf dein Kommentar!

 

 

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EINLADUNG

Mehr darüber liest du unter „Transparenz„!

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